Trinken gegen Husten und Schnupfen

Husten und Schnupfen im Herbst? Trink dich gesund!

Der Herbst ist da – mit dem nasskalten Wetter im Gepäck. Und jeder kennt mindestens ein Hausmittel, das uns garantiert vor Schnupfen und Erkältung schützt. Höchste Zeit also, dass wir ein paar der hartnäckigsten Erkältungs-Mythen unter die Lupe nehmen.

Dem Herbst kann man auch Schönes abgewinnen: Kinder toben draußen, hüpfen in Lacken, basteln mit Mama Kastanienmännchen, sammeln bunte Blätter und freuen sich anschließend auf den heißen Kakao. Nur einer nicht: Papa liegt mit einer – ganz bestimmt! – echten und gefährlichen Grippe im Bett, mit mindestens 42 Grad Fieber, den Notruf 144 im Kurzwahlspeicher seines Handys.

Übersetzung: Ja, im Herbst sind wir häufiger anfällig für Erkältungen. Die Nase rinnt, der Hals kratzt und der Husten ist lästig. Wir nennen so etwas Schnupfen, der fast immer ohne Fieber nach ein paar Tagen vorbeigeht. Dagegen gibt es diverse Hausmittel – die Papa aber mit letzter verbliebener Kraft ablehnt, weil sie in seinem Fall ganz sicher nicht wirken. Eines davon könnte ihm aber doch gefallen.

Trinken ist die beste Medizin gegen Husten und Schnupfen

Das Beste zuerst: Es darf ausnahmsweise Alkohol sein, allerdings nicht in rauen Mengen und nur in einer einzigen Form: als warmes (nicht gekochtes!) Bier. Seine ätherischen Öle und Bitterstoffe aus Hopfen und Malz beruhigen, fördern den Schlaf und wirken antibakteriell. Gerade der Alkohol hilft, Bakterien abzutöten, er desinfiziert, die Wärme verstärkt den Effekt und mit Honig oder Zucker gelangt er schneller ins Blut.

Flüssigkeiten sind an sich nie schlecht, sie lindern zumindest den Hustenreiz. Bei trockenem Husten ist etwa warme Milch mit Honig zu empfehlen, bei schleimproduzierendem Husten ist Milch wiederum kontraproduktiv. Verwende auch heiße Zitrone mit Vorbehalt: Vitamin C schützt nicht so sehr gegen Erkältungen wie angenommen und auch die Säure ist eher schlecht für die Rachenschleimhaut.

Ingwer dagegen ist gut, denn seine ätherischen Öle regen die Durchblutung an. Wer friert, bekommt so warme Hände und Füße. Im Ingwer enthaltene Scharfstoffe haben zudem schmerzstillende Wirkung. Hühnersuppe hingegen ist wieder umstritten. Der aufsteigende Dampf ist gut für den entzündeten Hals, ob sie auch das Immunsystem stärken hilft, ist nicht erwiesen.

Tipps zum Vorbeugen

Gesunde Ernährung ist kein Fehler, aber nicht gleich extrem werden: Eine Diät schwächt dein Immunsystem und du wirst anfälliger für Viren. In unserer Kindheit haben wir gelernt, dass wir uns in der nasskalten Herbst- oder Winterluft erkälten. Heute wissen wir, dass trockene Heizungsluft böse ist. An die frische Luft gehen, wie es unsere Eltern genannt haben, ist also noch immer eine gute Idee, allerdings sollte man mit Sport wieder vorsichtig sein.

Fazit: Auch wenn warmes Bier im ersten Moment nicht ganz so appetitlich klingt, könnte Papa doch noch zu einem wirksamen Hausmittel überredet werden. Aber Vorsicht: Auch wenn er durch den Alkohol endlich in einen gesunden Schlaf fällt und endlich nicht mehr alle zwei Minuten nach dir ruft, übertreib es nicht damit. Verwende das Bier im Sinne einer Wohlfühltherapie in Maßen und prüfe vorher, ob er nicht doch Fieber hat, denn dann ist Alkohol strengstens verboten!